Montag, 22. März 2010
Schweizer Sozialratschläge? Nein danke.
Das trifft mich - und wahrscheinlich viele andere Deutsche - aber überhaupt nicht, denn Schwarzgeld habe ich sowieso nicht, Schweizer Uhren brauche ich nicht, ebensowenig wie Taschenmesser und Pillen lasse ich auch in Deutschland drehen.
Und wenn ich diesen Dumm-Schwätzer Kröppel nochmal irgendwo sehe, schalte ich auf einen anderen Kanal - was ich hiermit auch den Lesern dieses Bloggs empfehle.
Samstag, 6. Februar 2010
Soziale Gerechtigkeit und die FDP
FDP-Wähler und ihre Abgeordneten:
Buchstabieren Sie mal ganz langsam zur Übung:
S O Z I A L Hat schon geklappt? Nochmal: S O Z I A L
Vermutlich nicht nur ich bin hochbegeistert von den politischen Vorhaben der FDP.
Das war dringend nötig, dass Rechtsanwälte, Steuerberater, Zahnärzte, Chefärzte und ähnlich notleidende Berufsgruppen – nicht zuletzt arme Hoteliers (Mövenpick!) endlich mal wieder Vertreter in der Regierung haben, die was für sie tun.
Besonders toll finde ich den exorbitanten Gerechtigkeitssinn des Herrn Dr. Rösler:
„Gleiche Kassenprämien für alle“ Das trieft förmig vor Gerechtigkeit: Nehmen wir mal zum Beispiel den zZt. gültigen Kasssenbeitrag von, 15,5 % Nehmen wir dann einen unterbezahlten Assistenzarzt, der vielleicht 4000 brutto hat, der zahlt jetzt 620 €
Nehmen wir nun eine opulent bezahlte Verkäuferin (nicht die vom Schlecker, die bekommen weniger) die hat evtl. 1500 € in der Tüte und davon leistet sie 232,50
Wenn man diese beiden Verdienste mittelt = 2750 € wäre Rösler-gerecht für beide also 426 € Nun ist es bisher so, dass davon der Arbeitgeber die Hälfte zahlt, (weil nämlich die Arbeitnehmer auch während oder wegen der Arbeit krank werden) aber das will die FDP ja auch abschaffen. Ja, mehr Netto vom Brutto – für den besser Verdienenden.
Also Herr Doktor hat noch 3690 € und die Verkäuferin hat üppige 1384 € Herr Doktor muss davon wahrscheinlich noch Steuern zahlen (welche CDU +FDP ja kürzen wollen) die Verkäuferin natürlich nicht, kommt aber auch nicht in den Genuss von Steuerermäßigungen, zahlt zum Beispiel Ihren Fahrkilometer zur Arbeit ohne Staatszuschuss komplett selbst. (Hier denkt die Koalition über eine gleichmäßige Steuer von 25 % für alle nach – toll, findet die Verkäuferin sicherlich super, denn dann könnte sie ja die Fahrkilometer absetzen. !)
Wie der Kassen-Anteil dann bei meiner Kleinrente von 457 € aussieht (zZt 37 €) würde mich schon auch interessieren. Da freue ich mich schon riesig auf die gerechte Kopfpauschale.
Ob wenigstens bei diesem Supermodell des Dr.Rösler die besser Verdienenden, nämlich die, welche über 4000 haben und jetzt privat versichert sind, diese Kopfpauschale ebenfalls zahlen müssen? Glaube ich eher weniger.
Hier sollte man wissen: Die Schweiz hat nicht nur schöne Berge und gewissenlose Banker (so wie hier auch) sondern noch ein ganz brauchbares Gesundheitssystem, wo nämlich jeder – also auch der hoch Verdienende einzahlen muss. Das bräuchte man in Berlin nur abzuschreiben – aber die erfinden dort lieber das Rad neu.
Ach, wenn schon von der Schweiz die Rede ist: Jetzt sprechen die von Bankraub, weil der Staat die hinterzogenen Steuern wieder haben will. Das war unserem Finanzminister anzusehen, wie ungern er diese Daten-CD eingekauft hat – denn wer weiß, welcher arme Millionär, welcher der CDU schon immer so nahe steht - hier wieder auffällt. Nur dumm gelaufen, dass die Öffentlichkeit von diesem Angebot schon erfahren hatte. Das hätte er sonst sicher gerne unter den Teppich gekehrt, mit „das kann der Rechtsstaat nicht machen“. Kann er schon, seine Steuerganoven mit ein paar Tricks wieder einfangen.
Hallo Herr Westerwelle, mal herhören: Die Steuern sind kein Geschenk des Bürgers an den Staat, sondern der Vereinsbeitrag, der notwendig ist, um Gemeinschaftsaufgaben zu stemmen!. In einem guten Verein werden verdiente Mitglieder, die in wirtschaftliche Not geraten sind, nicht nur vom Beitrag befreit, sondern auch von den anderen unterstützt.
Vermutlich sind Sie in keinem Verein – und schon gar nicht in einem, wo das Wort „Sozial“ noch einen Inhalt hat.
Ach, lieber Leser, sollten Sie da doch Fragen an Ihren bevorzugten Abgeordneten haben:
http://www.abgeordnetenwatch.de
Donnerstag, 21. Januar 2010
Unser aufmerksames Parlament
Da werden zum Teil richtig gute Reden gehalten - auch rethorisch gut.Manche Abgeordneten können das.
Also wenn ich dort Redner wäre, würde ich mir immer ein paar alte Schuhe mit ans Rednerpult nehmen und denjenigen aus dem Auditorium an den Kopf werfen, die während meiner lange vorbereiteten Rede in ihren Akten blättern, telefonieren, oder sich mit dem Nachbarn unterhalten.
Ich halte das nicht nur für absolut ungezogen, sondern schlicht ignorant und unverschämt.
Zuzuhören, wenn einem ein anderer etwas zu sagen hat, gebietet schon die Höflichkeit.
Aber sind unsere Abgeordneten nicht ein stimmiges Abbild des ganzen Volkes?
Eine Super-Gesellschaft sind wir inzwischen. Toll.
PS: Wenn ich den von mir gewählten Abgeordneten solcher Art einmal erwischen sollte, bekommt er von mir über "www.Abgeordnetenwatsch.de" eine öffentliche Anfrage zu diesem Verhalten. Das sollten Sie auch tun.
Montag, 21. Dezember 2009
Idealer Kassenpatient: Der Rentner
Wie das so ist, wenn man älter wird: Seit ich das 75. hinter mir habe, scheint es mir, als sei nun die Garantie abgelaufen und die Reparaturen fangen an.
So war ich nun heute beim Hautarzt, weil ich an Armen und Beinen ekligen Juckreiz verspürte. Der Doktor erkannte gleich was es war: Trockene Haut. Abhilfe Creme mit Urea. Und dann bat er mich noch zu einer Blutentnahme. Entsteht bei mir die Frage warum?
Der Doktor wird gegenüber der Kasse sicherlich eine fachlich begründete, wenn vermutlich auch fadenscheinige Begründung wissen.
Ich habe auch eine Vermutung: Blutzapf = Geldzapf
Dieses unser Gesundheitssystem ist in der Welt bestimmt einzigartig. Einzigartig in der Kombination Gier der Akteure (Pharma und Kassenärztliche Vereinigungen) und der Bürokratie.
Warum sind wir Rentner nun das ideale Kassenmitglied? Weil wir sehr häufig sogenannte „Chroniker“ sind. So bin ich zum Beispiel latent zuckerkrank. Diabetes Typ II , das Übliche. Den Versuchen meiner Ärzte, mich an den Dauertropf in Form von Tabletten zu hängen, habe ich mittels genauer Studien von Fachinformationen über diese Krankheit (viel gibt’s im Internet, besonders, wenn man auch noch Englisch kann) widersetzen können, da in meinem Stadium unnötig. Aber ich bin im sogenannten DMP-Programm. (DiseaseManagementProgram) und deshalb muss ich jedes Quartal zum Doktor zum Checken. Zwei mal im Jahr tät’s auch. Ich glaube, die Kasse zahlt dem Doc für seine 5 Minuten Bemühung dafür ca. 35 Euro. Trotz Bürokratie ist das doch ein ordentlicher Stundensatz, der vielleicht auch mal den definitiv unterbezahlten Hausbesuch bei einem Anderen kompensiert.
Und jetzt kommt’s: Die Kasse bekommt für mich, weil Chroniker, einen ordentlichen Batzen Geld vom Staat. (Ich habe was von ca. 900 € gehört, weiß aber nicht, ob das so zutrifft, vermutlich schon.) Das hat uns die Ulla Schmidt noch hinterlassen und wird binnen kürzester Zeit dazu führen, dass wir ein Volk von Kranken werden.
Denn der Arzt, der es nicht schafft, bei einem vermeintlich Gesunden, eine Krankheit zu finden, hat seinen Beruf verfehlt.
Im Moment läuft ja gerade die Schweingrippe. Zwar verläuft diese überwiegend harmlos, aber die Medien und die Pharmaindustrie haben es geschafft, dem Staat mal wieder ein paar Milliarden herauszulocken, um das Volk mit Impfstoff zu versorgen, den das Volk gar nicht will.
Ich hätte was Billigeres, dafür wahrscheinlich Wirksameres gewusst: 1 Million Sprühflaschen mit Desinfektionsmittel für die Hände per Gesetz vorhalten an allen Stellen, wo Menschen zusammenkommen: in der Bahn, in der Bibliothek, im Hotel, im Kino, an Kaufhauseingängen, in Ämtern, in der Kegelbahn; ach ja: auch und gerade da: in Arztpraxen. Und dem Doktor nicht die Hand geben!
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Die FDP regiert das Land? Nie und nimmer!
Guido ! Fang dich wieder ein! Komm runter!
Schau mal:
Das sind 100 Leute:

Nehmen wir mal an, alle wären volljährig und Wahlbürger in Deutschland.
(das Bild ist einfach irgendwo willkürlich aus dem Web geholt, die Leute mögen mir verzeihen - schließlich habe ich ja nicht behauptet, dass sie die FDP gewählt haben)
Und weil ja nur 70% Wahlbeteiligung stattfand sind natürlich auch die 14 % der FDP zu relativieren.
Schau noch mal, Guido:

Das sind 10 Leute, die Zahl entspricht deinem Wahlergebnis.
(Nein, natürlich nicht genau diese, das ist nur ein Beispiel.)
Also Guido, du bist jetzt Aussenminister (und nicht Napoleon!) , schau noch mal ins Englisch-Buch! Equal goes it loose!
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Wahlbeteiligung wieder ein Rekord!
Toll!
Also rund einem Drittel der Deutschen ist es schlicht wurscht, wer sie regiert. Dabei ist es dem Ohnemichel wahrscheinlich gar nicht bewusst, dass er doch gewählt hat, und zwar die Partei, welche die Wahl gewonnen hat.
Aber jetzt bekommt er dank FDP die Große Freiheit. Dazu gehört auch die Freiheit, sich ganz autark die Brücke auszusuchen, unter der man schlafen möchte.
Es gehört auch dazu die Freiheit, einen Job für 3,50 € /h anzutreten oder abzulehnen, weil Leistung sich wieder lohnen muss.
Zieh dich warm an, kleiner Mann!
Und wer hat die weltweite Finanzkrise verschuldet? Doch wohl das absolut unkontrollierte (freie!) Bankwesen.
Aber genau die Partei, welche dieses System vertritt, wurde wieder gewählt.
Dazu kann ich nur einen gewissen Herrn Einstein zitieren:
Die Dummheit der Menschen und das Weltall ist unendlich - beim Weltall bin ich mir aber nicht so sicher.
Mittwoch, 2. September 2009
Zur Wahl: wenigstens hingehen!
Denn damit hat man ja gewählt, ohne es zu merken. Denn dann kommt diese Nichtstimme im Prinzip dem Wahlgewinner zugute. Und es kann ja sein, dass man genau das gar nicht wollte.
Auch ist interessant zu wissen, wie die Parteien Wahlgelder vom Staat bekommen: Das Wahlgeld wird prozentual nach dem Stimmenerhalt aufgeteilt, und zwar zählen dazu auch die Nichtwähler.
Was aber nicht angerechnet wird, sind die ungültigen Stimmen.
Ich war auch schon mal Wahlhelfer. Und bei der Gelegenheit habe ich gemerkt, dass gerade die ungültigen Stimmen sorgfältig zusammengesammelt und dann wohl auch beachtet wird, was da jeweils vermerkt wurde.
Wollen wir doch auch nicht vergessen, wie sehr sich manche Völker die Möglichkeit einer freien Wahl herbeisehnen - und hier, wo wir sie haben, geht ein großer Prozentsatz der Wahlberechtigten gar nicht hin. UNGLAUBLICH!
ALSO: Wenigstens HINGEHEN !
